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Weil Fibers so teuer sind, durchstöbere ich Wollläden nach schöner Wolle. Man kennt ja sein Papier und seine Vorlieben für bestimmte Farben und kann sich mit den entsprechenden Farben eindecken. Oft gibt es richtig tolle Wollknäuel zu günstigen Preisen, wenn nur noch wenige Knäuel einer Partie in dem Laden vorhanden sind.


Ich habe immer einen kleinen Vorrat an "gealtertem Papier". Das Papier (A4-Bögen) färbe ich mit schwarzem Tee. Ich nehme eine rechteckige Auflaufform und gebe Teeblätter hinein und gieße dann heißes Wasser in die Form. In das Teewasser lege ich meine Papierblätter und lasse sie eine Weile ziehen. Zwischendurch bewege ich das Papier ein bisschen. Je nach der Menge des verwendeten Tees, wird die Färbung mehr oder weniger intensiv. Nach ca. 20 bis 30 Minuten nehme ich die gefärbten Papierblätter aus der Flüssigkeit und lasse sie auf Haushaltspapier auf einer ebenen Unterlage trocknen. Nach etwa 2 Tagen sind die Blätter wieder trocken und können beschrieben, bedruckt und bestempelt werden. Dieses Papier eignet sich sehr gut für "Heritage"-Layouts.


Tags lassen sich sehr gut bedrucken. Dazu druckt man zuerst auf ein normales A4-Blatt den Text für den Tag (der Text darf nicht höher und breiter als der Tag sein).  Nun legt man den Tag auf den ausgedruckten Text und fixiert ihn an den Rändern mit Kreppband. Das A4-Blatt mit dem aufgeklebten Tag legt man so in das Papierfach des Druckers, dass die Seite mit dem Tag bedruckt wird. Dann startet man den Druck erneut und der Drucker druckt genau auf dieselbe Stelle wie zuvor (auf dieser Stelle klebt ja jetzt der Tag). Nach Beendigung des Drucks löst man vorsichtig die Kreppstreifen und hat einen perfekt aussehenden Tag. Man kann natürlich auch Cliparts, Fotos, Zeichnungen und was auch immer auf einen Tag drucken.

Nach dieser Methode habe ich auch schon Bänder bedruckt.

Ich habe einen Tintenstrahldrucker und kann nicht sagen, ob das auch mit einem Laserdrucker funktioniert. Ich rate aber davon ab, weil durch die Hitzeentwicklung beim Laserdrucker sich der Kleber auf dem Kreppband verändern und den Drucker beschädigen könnte!


Stumpfe Zierrandscheren lassen sich schärfen, indem man feines Sandpapier mit ihnen schneidet.


Vellum prägen ohne Schablone.

Schreiben Sie Ihren Text, spiegeln Sie ihn (sodass er seitenverkehrt ist) und drucken Sie ihn in einer hellen Farbe (nicht in Schwarz) aus. Legen Sie das ausgedruckte Blatt auf eine weiche Unterlage, z. B. Mauspad, Moosgummi o. ä., legen Sie ein möglichst festes Stück Vellum darüber und fahren Sie mit leichtem Druck den Text mit einem Embossingprägestift nach. Auf der Rückseite erscheint die geprägte, erhabene Schrift.

Mit dieser Technik haben Sie die Möglichkeit, jeden beliebigen Text in jeder beliebigen Schrift auf Vellum zu übertragen. Damit kann man sehr schöne Effekte erzielen (siehe Beispiel unten).


Diesen Cardstock habe ich selbst gefärbt. Dazu habe ich einen leicht grauen Karton genommen, habe ihn befeuchtet, danach mit Walnutink besprüht und mit Salz bestreut. Nachdem der Karton trocken war - das hat einige Tage gedauert -, habe ich das Salz abgebürstet. Es ist ein sehr interessantes Papier entstanden.


Stempelabdruck für Stempelklötzchen (für alle, die ihre Stempel selbst montieren)

Für den Stempelabdruck auf dem Stempelklötzchen benutze ich klare Folie, mit der man Bücher oder Hefte einbindet. Ich stemple den Abdruck mit schwarzer Pigmentfarbe auf die Oberseite der Folie, streue klares Embossingpulver darüber, klopfe das überflüssige Embossingpulver wieder ab (Beschreibung unter "Heat Embossing") und erhitze den Abdruck mit dem Heißluftfön. Nachdem das Embossingpulver geschmolzen und wieder erkaltet ist, schneide ich die Folie entsprechend der Größe des Stempelklötzchens zu. Die Folie beginnt an der Unterseite der Kante, geht über die Oberseite und endet an der Unterseite der gegenüberliegenden Kante. So habe ich immer einen sauberen Abdruck auf dem Stempel und das Holz ist vor Feuchtigkeit geschützt.


Beim Scrappen fallen sehr viele Papierreste an, die man zum Beispiel anstelle von Bändchen benutzen kann. Man schneidet kleine Streifen, faltet sie der Länge nach und klebt sie zusammen und schneidet die Spitzen wie bei Bändchen schräg ab. Wenn man diese Streifen jetzt in der Mitte faltet, kann man sie kurz über dem Falz mit einem Hefter auf einem Layout oder einer Karte befestigen. Ein Beispiel finden Sie unter "Karten". Dort habe ich eine Karte eingestellt, die mit einem House-Mouse-Stempel entstanden ist und eine Katze zeigt, die von Mäusen mit Brekkies gefüttert wird. Am linken Rand der Karte habe ich diese Papierbändchen angebracht.


Wenn Sie mal nicht die passende Spitze haben, färben Sie sich einfach welche, und zwar ganz einfach mit einem Stempelkissen, mit Tintz oder Walnut Ink. Ich habe das gemacht bei der Karte mit Kamee, unter der Rubrik "Karten" zu sehen. Die Spitze am oberen Rand war ursprünglich beige. Damit sie zu den anderen Farben passte, habe ich sie mit Walnut Ink besprüht und trocknen lassen. Zum Trocknen kann man auch mit einem Heißluftfön oder auch mit einem Haarfön nachhelfen.


Als Alphabetstempel kann man auch Backformen benutzen. Ich habe ein Alphabet mit einer Buchstabenhöhe von ca. 6 cm. Sie eignen sich also hervorragend dafür, einzelne Buchstaben für Tags zu basteln oder Wörter auf Layouts zu stempeln. Am besten nimmt man schwarze oder graue Pigmentstempelfarbe, drückt die Buchstabenbackform in das Stempelkissen und macht dann einen Abdruck auf Papier oder Cardstock. Da die Pigmentfarbe lange feucht bleibt, lassen sich die Formen leicht säubern.

Genauso gut kann man die Backformen auch dazu benutzen,  Buchstaben (oder auch andere Formen) aus Modelliermasse herzustellen. 


Streifenstempel kann man ganz einfach selber herstellen, indem man Moosgummi auf EZ-Platten klebt und Streifen abschneidet. Mit der Schere werden die Streifen ungleichmäßiger (wie das Beispiel unten zeigt), mit dem Cutter werden sie einheitlicher. Die Streifen legt man mit der EZ-Seite nebeneinander auf eine Acrylplatte, trägt Stempelfarbe auf die Moosgummi-Seite auf und stempelt los. Man kann schmale, breite, gleichmäßige und ungleichmäßige Streifen anfertigen und sie kombinieren, bis einem das Gestempelte Streifenmuster gefällt. Das Moosgummi lässt sich einfach mit einem feuchten Tuch reinigen.

Natürlich beschränkt sich dieser Tipp nicht auf Streifen, es lassen sich auch Vierecke, Rauten, Kreise, Blumen, Buchstaben und andere Formen auf diese Weise günstig herstellen.